Wie jene Ureinwohner, die seit langer Zeit isoliert auf Südseeinseln lebten und glaubten, dass man ihnen ihrer Seelen beraubte, indem man sie fotografierte, so fällt ironischer Weise auch jenen anderen, verständnislos auf die vermeintlich primitive ängstliche Reaktion ihrer Motive herabschauenden, aufgeklärten Menschen hinter der Kamera, diese konzeptionelle Trennung zwischen der raum-zeitlichen (Dis-)Kontinuität des Körpers, des Bewusstseins und der sich selbst erhaltenden, rational-egositischen Entitäten gleichwertig schwer, sodass es ihnen fast unmöglich ist, zu verstehen, wie ein Rudel Wildhunde im Krügernationalpark ein derartig einheitliches Wesen bilden kann, welches aus mehreren raum-zeizlich getrennten Körpern besteht, die z.B. ohne Futterneid gemeinsam ihr Futter verschlingen, ja sogar den zurückgebliebenen etwas von der Kost nach Hause tragen, und ebenso wenig überascht die Tatsache, dass nur das stärkste Päarchen im Rudel Kinder bekommt und dies die anderen Rudelmitglieder in keiner Weise zu Missgunst oder Neid verführen könnte, was, am Rande bemerkt, auch eine interessante Frage nach der genetischen Einheitlichkeit dieses, sich selbst fortpflanzenden, multi-Körper Wesens aufwirft, und vielmehr ein wichtiger Hinweis ist auf die, im Gegensatz zu unserer naiven Wahrnehmung, heterogene Natur und lose Kopplung der, sich nach scheinbar einfachen Regeln, orgarnisierenden und konservierenden, sowie auf vielfältige Weise symbiotisch verknüpfenden Wesen, die, obwohl sie als ein Ganzeserkannt werden, eben nicht nur durch solche isolierten Konzepte der raum-zeitlichen Kontinuität, der organischen Hierachrie oder der Kausalität erkannt werden können, weshalb man wohl auch den Begriff Agent für die Bezeichnung eines solchen zwar autonomen aber dennoch nur Teilwesens einführte.
Wir waren im Odenwald. Wir sind von Heidelberg aus mit dem Zug in den Odenwald hineingefahren nach Eberbach, dort haben wir uns auf den Weg durch den Wald zur Burg Eberhard gemacht, die idyllisch auf einem Huegel lag. Die Burg war aus dem 12 Jhdt. n. C. Es war eine Ruine, die ebenso faszinieren war wie der Ausblick. Wir sind auf den Ruinen rumgeklettert und haben uns alles mal angesehen. Wir sind danach durch den schoenen Wald den "Berg" hochgewandert, vorbei an vielen kleinen Baechen und Quellen, in Richtung "Katzenbuckel" bis wir schliesslich dort angekommen auf einer Wiese (am Koenigsstuhl) waren, von der aus man in mehrere Taeler hinabschauen konnte. Das war einfach unbeschreiblich schoen. Auch die Fotos, die auf Flikr zufinden sind, fuehlen sich zu Recht von der Realitaet verspottet. Dort war vor 60 MIllionen Jahren mal ein Vulkan, der die Landschaft an dieser Stelle sehr gepraegt hat. Wir sind weiter gewandert, vorbei am Waldlehrpfad, dem Mineralweg und dem ...
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