Mittwoch, September 13, 2006
Woher und Wohin mit dem Wille
Der Wille ist auf sonderbarer Weise in unserem Gehirn rekursiv verankert, und damit ist nicht die triviale Paradoxie des Willes nach Willensfreiheit gemeint, sondern die Beobachtung das der Wille Bedürfnisse erzeugt, und zwar nicht nur jene, die Frage nach der Freiheit des Willens ad absurdum führenden, Bedürfnisse zur Implementierung unseres biologischen Erbguts, sondern auch das Bedürfniss nach der Freiheit, einerseits des Willens, als ein der Komplexität und Dynamik der, aus dem Willen selbst hervorgangengenen, zu Bewätligenden Aufgaben angemessenem Werkzeug - nämlich jene Entscheidungsfreiheit, die das Bewusstsein unwillkürlichen nötigt im Auftrag der Willensimplementierung die gerade eben gewonnene Entscheidungsfreihiet durch das Treffen zweckmäßiger Entscheidungen zu vernichten - andereseits vom Willen selbst, wodurch sich der Wille von seiner zwanghaften Natur zu befreien scheint, und dem Bewusstsein das wohlige Gefühl der intirnsischen Richtigkeit und Legitimität des Wollens gibt ebenso wie das nebelige Gefühl einer unscharfen Freiheit, die sich aus der Pluralität vermeintlicher Gegensätze zu ergeben scheint: Freiheit von Entscheidungen und Entscheidungsfreiheit, der Freiheit vom Willen und Willensfreiheit, aber auch einem vom Bewusstsein befreitem Willen und ein vom Wollen befreites Bewusstsein, so dass sich letzendlich die nüchterne Erkenntnis ergibt, dass die Freiheit dazu dient ein Konzept zu durchbrechen, das es nur durch sie entstanden ist: die Unfreiheit, die Beschränkung, die Obsession - und damit ist sie selbst die Quelle dessen, was unseren Geist beschränkt, daher bin ich überzeugt, dass sebst die weisesten Buddhisten ebenso der meteriellen Welst verhaftet sind wie jene von denen sich eben diese einst abheben wollten.
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